Wahl des Freiämter Sportler des Jahres 2005
Bericht Wohler Anzeiger (Philipp Stöckli)


Nach einem Jahr Unterbruch kehrt der Wohler Rocco Cipriano wieder auf den Sportlerthron im Freiamt zurück. Der dreifache Profiweltmeister im Kickboxen verwies den Vorjahressieger, den Mühlauer Ringer Reto Bucher, auf den zweiten Platz. Dritter wurde der Wohler Sprinter Markus Lüthi, der im letzten Jahr mit der Teilnahme an der Hallen-EM in Madrid auf sich aufmerksam gemacht hatte.
<Das ist eine Ehre für mich>
Für Cipriano war es das dritte glänzende Sportjahr in Folge. Es brachte ihm die dritte Weltmeisterkrone und nach 1997 und 2003 zum dritten Mal den Titel des <Freiämter Sportlers des Jahres>. Die Leserschaft und eine siebenköpfige Jury waren sich einig und setzten den Vollblutsportler jeweils auf den ersten Rang. <Diese Auszeichnung freut mich sehr, obwohl ich langsam anderen Platz machen sollte>, meinte Cipriano. <Aber solange es gut läuftŠ> Besonders überrascht hat ihn das eindeutige Urteil der Jury: <Dass mich sechs von sieben Juroren auf den ersten Platz setzten, ist eine Ehre für mich.> Zumal auch die Leistungen der anderen Kandidaten hoch einzuschätzen seien. <Sie investieren sehr viel Herzblut in ihren Sport.> Cipriano wird auch im neuen Jahr seine Vielseitigkeit beweisen. So wird er Mitte März entweder ein Turnier in Österreich oder einen Profiboxkampf bestreiten. Fix sind ein Vergleich im K1-Stil gegen Panu, den Profi-Schweizer-Meister im Thaiboxen, sowie ein Profiboxkampf.
Berichte Seite 13
Zweiter Hattrick für den Weltmeister
Kickboxer Rocco Cipriano (36) gewinnt die Wahl zum <Freiämter Sportler des Jahres 2005>
Kickboxer Rocco Cipriano ist <Freiämter Sportler des Jahres 2005>. Nach 1997 und 2003 sicherte sich der dreifache Weltmeister den Titel zum dritten Mal.
Vorjahressieger Reto Bucher wurde Zweiter, Markus Lüthi sprintete auf Rang drei.
Philipp Stöckli
Aller guten Dinge sind drei.
Dieses Sprichwort scheint Rocco Cipriano für seine Laufbahn als Sportler verinnerlicht zu haben. Nachdem er im letzten Mai seinen WM-Titel der WKA gegen den Ungarn Gabor Kiss verteidigte, legte er im Oktober nach. Gegen den Italiener Gianpaolo Spanu sicherte er sich auch die WM-Krone der WAKO. Da er nach wie vor auch Weltmeister der WPKC ist, war der Titel-Hattrick damit perfekt: Cipriano ist dreifacher Profi-Weltmeister im Kickboxen. Dem nicht genug hat er sich nun auch zum dritten Mal den Titel des <Freiämter Sportlers des Jahres> gesichert. Nach 1997 und 2003 nun also der Sieg im Jahr 2005 der zweite Hattrick für den Familienvater, der total 34,4 Prozent der Stimmen erhielt.
Die beiden Kampfsportler tauschten die Plätze
Wie im Vorjahr lieferten sich an der Spitze zwei Kampfsportler ein Duell um den Sieg. Ringer Reto Bucher, der den vierten Olympiarang von Athen an der Greco-WM in Budapest mit Platz fünf bestätigen konnte, muss nach dem Sieg im Vorjahr nun mit Platz zwei vorlieb nehmen (25,5 Prozent). Die sportlichen Aushängeschilder des Freiamts haben also die Plätze getauscht. Gut möglich, dass sie sich in naher Zukunft weitere Kopf-an-Kopf-Rennen liefern werden.
Bucher arbeitet auf die Olympischen Spiele 2008 in Peking hin. Und Cipriano ist mit 36 Jahren in der Form seines Lebens.
Auf den dritten Rang spurtete Markus Lüthi. Der Sprinter vom TV Wohlen sicherte sich den letzten Podestplatz mit 15,5 Prozent Stimmen vor Bobfahrer Daniel Schmid (13,4 %) und Supermotard-Fahrer Daniel Müller (11,2 %).
Sechs von sieben Juroren wählten Cipriano
Im Gegensatz zum Vorjahr waren sich die Leserschaft und die Jury, die je die Hälfte zum Entscheid beitrugen, über die ersten beiden Plätze einig. Sechs von sieben Juroren (siehe rechts) entschieden sich für Cipriano. Natürlich wegen den sportlichen Leistungen, wohl aber auch wegen seiner Einstellung zu Beruf, Sport und Familie. Felix Bingesser der Waltenschwiler ist Sportchef der <Aargauer Zeitung> setzte wegen der riesigen Konkurrenz in der Leichtathletik Lüthi auf den ersten Platz.
Jury und Leserschaft einig
Auf Platz drei hievten die Leser allerdings Daniel Schmid (38 Stimmen), knapp vor den stimmgleichen Markus Lüthi und Daniel Müller (je 34). In der Endabrechnung blieb Lüthi aber um Haaresbreite vor dem Hägglinger Wintersportler.
Cipriano scheint der Einzige zu sein, der diese Wahl auch in <höherem> Alter für sich entscheiden kann. In den letzten sechs Austragungen hatten ansonsten immer die Jungen die Nase vorn. Vor Reto Bucher (2004) waren dies Eiskunstläuferin Viviane Käser (2002), Leichtathletin Debora Lavagnolo (2001) und Schwimmerin Nicole Weist (2000). Setzt sich der Rhythmus fort, gewinnt 2006 eine Frau.
Mit dem Kickboxer siegte zum dritten Mal in Serie ein Mann. Und zum dritten Mal in Serie ein Vertreter aus dem Kampfsport, der im Freiamt einen hohen Stellenwert geniesst. Zuvor hatte dreimal in Folge eine Frau den Titel gewonnen. Bleibt abzuwarten, ob sich dieser Rhythmus fortsetzt. Wenn ja, wäre in der nächsten Wahl wieder eine Frau an der Reihe.






























