Kickboxen: Drei Wohler Medaillen an der Junioren-Kickbox-EM in Polen
BERICHT WOHLER ANZEIGER
Cheyenne Rast ist Junioren-Europameisterin
Einmal mehr zeigt die Wohler Kickbox-Familie, dass sie alles füreinander tut. Am Sonntag wurden die fünf Teilnehmer der Junioren-EM gebührend in Empfang genommen.
Das haben die jungen Kämpfer noch nie erlebt. Mit Kuhglocken, Jubel und «We are the Champions» werden die fünf Kickboxer von 50 Leuten in Empfang genommen. Eine Stunde vorher sind sie in Kloten gelandet. Mit drei Medaillen im Gepäck.
Es war ein Rekord, dass gleich fünf Junioren des gleichen Vereins an die Junioren-EM durften. Der Kickbox-Nationalcoach Antonio Berlingieri lobte die Jugendarbeit von Wohlen. Cassandra Fasolo (Juniorinnen bis 60 kg) und Danylo Mancari (Junioren bis 63 kg) holten die Bronzemedaille. Cheyenne Rast (Juniorinnen bis 70 kg) wurde Junioren-Europameisterin. Alessandro Lurati (Old Cadetts bis 69 kg) und Stefanie Richner (Old Cadetts bis 55 kg) gingen jeweils nach knappen Niederlagen leer aus. Das war aber kein Grund, um schlecht draufzusein. Das Kickboxing Wohlen feierte seine EM-Helden. Und zelebrierte den grossen Zusammenhalt im Club.

Verliebt ins Kickboxen
Cheyenne Rast ist Junioren-Europameisterin – Danylo Mancari und Cassandra Fasolo holen Bronze
Stefan Sprenger
Vor drei Jahren hat alles angefangen. Cheyenne Rast geht an den Budo-Tag und verliebt sich in den Kickbox-Sport. Ihr Bruder brachte sie ursprünglich auf die Idee, es einmal auszuprobieren. «Mit Kickboxen verbringe ich am liebsten meine Zeit», sagt sie. Es sei mehr als nur ein Sport.
Die 17-Jährige geht in Wohlen an die Kantonsschule. Um im Sport voranzukommen, trainiert sie viermal pro Woche. «Ich will nicht stehenbleiben, sondern immer vorankommen.»
«Ich konnte es nicht fassen» Der mittelfristige Lohn für den Aufwand: Sie holt an der Junioren-EM in Polen in der Kategorie «70 kg Juniors» den Europameistertitel.
Die Aristauerin brauchte einen Moment, um es zu realisieren. «Es war zu Beginn nicht greifbar, ich konnte es nicht fassen. Es war unglaublich», sagt sie. Als sie am Sonntag vor dem Dojo der Kickboxing-Schule Wohlen zusammen mit den vier anderen EM-Teilnehmern von 50 Leuten empfangen wird, muss sie Freudentränen vergiessen. «Diese Unterstützung des Vereins tut sehr gut. Es ist ein schönes Gefühl.» Den Junioren-Europameistertitel möchte sie auch teilen. «Ich kann damit meinen Leuten etwas zurückgeben.»
Rast hat dem Druck standgehalten und die Goldmedaille nach Hause gebracht. «Sie ist noch nicht lange dabei und holt gleich einen internationalen Titel. Hut ab», sagt Ex-Kickbox-Weltmeister Rocco Cipriano. «Sie ist in den Trainings immer sehr fleissig. Eine Vorzeige-Athletin.» Cipriano, der «Vater» des Kickboxing Wohlen, ist stolz auf alle Teilnehmer der Junioren-EM. «Der Aufwand war gross. Die Leistung, die sie gezeigt habe, war enorm.» Cassandra Fasolo (Juniorinnen bis 60 kg) und Danylo Mancari (Junioren bis 63 kg) holten nach starken Leistungen die Bronzemedaille.
Aussergewöhnliche Leistung des Vereins
Alessandro Lurati (Old Cadetts bis 69 kg) und Stefanie Richner (Old Cadetts bis 55 kg) gingen jeweils nach knappen Niederlagen leer aus. Alle sind aber noch sehr jung und haben gros-ses Potenzial: Und: Sie haben noch viel Zeit, um sich zu entwickeln und weiter voranzukommen.
Den Erfolg dieser Junioren rechnet Cipriano auch ihren Vorgängern an. Zum Beispiel den beiden Trainern der EM-Teilnehmer: Antonio Lo Prete und Andrea Faggiano. Sie sind die Vorreiter und können ihre Erfahrung nun als Trainer weitergeben. «National sind wir schon länger erfolgreich. International haben wir es immer versucht. Jetzt hat es geklappt», so Cipriano.
Dass ein Verein gleich fünf Junioren an einer EM – und gleichzeitig in der Nationalmannschaft – stellt, ist schon bemerkenswert. Wenn drei davon eine Medaille nach Hause bringen, ist das aussergewöhnlich. Zu Recht feierte der Verein gemeinsam diese grandiose Leistung.




































