(BERICHT WOHLER ANZEIGER 31.08.2021)
Kickboxing Wohlen startete am 43. Reinacher Cup, der gleichzeitig die erste Runde der Schweizer Meisterschaft war. Die Ausbeute ist mit 14 Medaillen gross. Für Roy Cipriano ging es allerdings um mehr als um Medaillen und Meisterschaftspunkte. Er kämpfte ebenfalls um eine WM-Teilnahme.
Wie entscheidet man bei Kampfsportlern, wen man für eine Weltmeisterschaft selektioniert, wenn man zwei etwa gleich gute Kämpfer zur Verfügung hat? Der Nationalcoach Andrea Faggiano – Mitglied von Kickboxing Wohlen – hat im Frühling beschlossen, dass ein Entscheidungskampf am fairsten wäre. Rocco Cipriano, Leiter von Kickboxing Wohlen und Sportchef des Verbandes WAKO Switzerland, war damit einverstanden. Die Kandidaten für die Weltmeisterschaft, die vom 15. bis zum 24. Oktober im italienischen Jesolo stattfindet, waren Roy Cipriano von Kickboxing Wohlen und Sascha To vom Kickbox Clup Apex aus Basel. Der Sohn der Wohler Kickboxlegende konnte sich gegen den Basler behaupten und sich ein Ticket für die WM in der Kategorie Pointfighting bis 63 kg sichern.
Zwei Medaillen für Cipriano
Daneben konnte sich Roy Cipriano eine Silbermedaille im Light Contact Erwachsene bis 69 kg erkämpfen. Dort traf er im Final auf Remo Mathieu. Der Berner ist mit seinen 34 Jahren ein Routinier und fast doppelt so alt wie der 18-jährige Wohler. Vater Rocco Cipriano kommentiert: «Roy hat wegen den Coronaunterbrüchen seine letzte Saison bei den Junioren verpasst, was den Übertritt zu den Erwachsenen nicht ganz leicht macht. Gemessen daran ist der zweite Platz sehr gut. Er konnte gegen Mathieu sehr gut dagegenhalten. Wir sind wirklich sehr zufrieden mit seiner Leistung.»
Das kann der Leiter von Kickboxing Wohlen auch mit seinen anderen Kämpfern sein. Neben ihm holten Jan Enzl, Enrico Raggini, Cheyenne Rast, und Iduna Rakonic je eine Goldmedaille. Dylan Mendolia, Ryan McCarthy, Silvio Pace, Noel Jaggi und Enrico Raggini gewannen Silber. Zu den Gold- und Silbermedaillen kommt noch zweimal Bronze von Richard Lasarow und Liam Tschannen. «Wir können sehr zufrieden mit den Leistungen unserer Kämpfer sein», sagt Rocco Cipriano. Die Wohler stellten mit 29 von 210 Nennungen das grösste Teilnehmerfeld. «Es waren auch viele Neulinge dabei. Wir haben natürlich nicht in jeder Kategorie gewinnen können, aber die Leistung und der Einsatz haben bei allen gepasst.»
Schiedsrichterteam gespickt mit Wohlern
Etwas enttäuscht ist Rocco Cipriano, dass kein Wohler in den Ringsport-Disziplinen vertreten war. «Schade. Das war meine Hauptdisziplin. Dafür waren mit Toni Cerundolo, Giuseppe Trovato, Walter Ciprietti, Beat Richner und Roman Gugerli gleich fünf Ringrichter aus unserem Club. Sie haben einen sehr guten Job gemacht.» Die Wohler können eine positive Bilanz nach der ersten Meisterschaftsrunde ziehen. Drei erwarten sie noch bis zum Ende der Saison. Auf Roy Cipriano wartet jetzt die WM in Jesolo. Vielleicht ein gutes Omen. Im italienischen Städtchen konnte Cipriano junior vor drei Jahren den Junioren-Weltmeistertitel feiern. --jl































